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Weissbuch


Im Februar erscheint die vierte Auflage des Standardwerks zur geriatriespezifischen Versorgung

Ob bei gesundheitspolitischen Reformvorhaben oder in wirtschaftlichen Krisen – wer den Diskurs über angemessene geriatriespezifische Versorgungsstrukturen führen will, benötigt gute Argumente. Den notwendigen Input liefert das neue Weißbuch Geriatrie, dessen vierte Auflage in diesen Tagen beim Verlag Kohlhammer erscheint.

Inhaltlich-methodisch an die Vorauflagen anknüpfend, wurde es von dem Autorenteam aus Vorstand und Geschäftsstelle des Bundesverbands Geriatrie um konzeptionelle und aktuelle versorgungspolitische Inhalte ergänzt. Unterstützung bei Datenerfassung, -aufbereitung und -auswertung sowie grafischen und tabellarischen Darstellungen gab es wie bei Vorauflagen durch die aktiva – Beratung im Gesundheitswesen GmbH.

Die Notwendigkeit der Veröffentlichung zum jetzigen Zeitpunkt leitet das Autorenteam aus der brisanten Lage der deutschen Geriatrie ab: Denn die zunehmende Alterung unserer Gesellschaft hat sich in den letzten Jahren nicht abgemildert, sondern eher dynamisiert. So sind betagte sowie hochbetagte Patientinnen und Patienten bereits heute die dominierende Nutzergruppe des deutschen Gesundheitswesens. „Eine bedarfsgerechte, angemessene Versorgung dieser Gruppe wird mit den heutigen Strukturen zukünftig nicht realisierbar sein“, betont Dirk van den Heuvel, Geschäftsführer des Bundesverbands Geriatrie.

Thematische Schwerpunkte der vierten Auflage:

  • Das Buch stellt das bundesweite Geriatriekonzept vor und behandelt dessen weitere Überführung in die Versorgungspraxis. Ziel ist dabei, dass der im Gesetz garantierte patientenindividuelle Anspruch auf eine dem Stand der Medizin entsprechende Versorgung auch zukünftig umgesetzt werden kann.
  • Zudem berücksichtigt die Publikation alle geriatriespezifischen Versorgungskontexte – einschließlich der teilstationären und ambulanten Versorgung – und stellt sie in den Kontext der konzeptionellen Kernelemente der zukünftigen geriatriespezifischen Versorgung.
  • Schließlich skizziert das Weißbuch die gesundheits- und versorgungspolitischen Rahmenbedingungen – wie die Entwicklungen im DRG-System, beim Pflegebudget, die Auswirkungen des MDK-Reformgesetzes oder die Umsetzung des GKV-IPReG.
  • Darüber hinaus gibt das Buch mit Zahlen, Daten und entsprechenden Grafiken einen umfassenden Überblick über die geriatriespezifische Versorgung in Deutschland sowie über den zukünftigen Versorgungsbedarf.

Der Bundesverband Geriatrie sieht das neue Weißbuch als konstruktives Angebot an Fachöffentlichkeit, Politik und Selbstverwaltung. Van den Heuvel: „Unser Fokus liegt darauf, die Versorgungsbedarfe betagter und hochbetagter Menschen mit Aufbau und Finanzierung des deutschen Gesundheitssystems in Einklang zu bringen sowie sektorale Schranken zu überwinden.“

Das Weißbuch Geriatrie kann ab sofort im Buchhandel bestellt werden (ISBN 978-3-17-043057-0). Mitglieder des Bundesverbands Geriatrie erhalten ein Exemplar kostenfrei. Zudem erhalten die Landesverbände Exemplare für ihre verbandspolitische Arbeit.

 

 

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