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Das Deutsche Institut für medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) hat zum OPS 8-550 "Geriatrische frührehabilitative Komplexbehandlung" Klarstellungen veröffentlicht. Der Bundesverband Geriatrie geht von einer zeitnahen Entschärfung der angespannten Situation zwischen Krankenhäusern und Krankenkassen aus.

Mit der Verabschiedung des Pflegepersonalstärkungs-Gesetzes (PpSG) hat der Gesetzgeber das Deutsche Institut für medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) berechtigt, bei Auslegungsfragen zu ICD-10-GM und OPS Klarstellungen und Änderungen mit Wirkung auch für die Vergangenheit vorzunehmen.

Durch die jetzt erfolgte Klarstellungen des DIMDI zum OPS 8-550, dass nicht der Verlauf der Teambesprechung, sondern die Ergebnisse der Behandlung und die weiteren Behandlungsziele für den jeweiligen Patienten durch die patientenbezogen beteiligten Berufsgruppen zu dokumentieren sind und keine weiteren Nachweise zur Durchführung der Teambesprechung erforderlich sind, wurde den vom Bundessozialgericht (BSG) in einem entsprechendem Urteil formulierten überbordenden Dokumentationsanforderungen die Grundlage entzogen.

„Mit der Reduzierung des bürokratischen Dokumentationsaufwandes kann sich die Dokumentation wieder auf die wesentlichen patientenindividuellen medizinischen und tatsächlichen Feststellungen fokussieren“, sagte Anke Wittrich, stellv. Geschäftsführerin des Bundesverbandes Geriatrie.

Die Klarstellung ist Teil des Operationen- und Prozedurenschlüssels (OPS) 2019 und gilt rückwirkend ab dem 1. Januar 2013. Zum Umgang mit den auf Grundlage des BSG-Urteils eingereichten Klagen der Krankenkassen vor den Sozialgerichten sowie den gegebenenfalls bereits auf dieser Grundlage erfolgten Aufrechnungen finden derzeit Vermittlungsgespräche auf Landes- und Bundesebene statt. Der Bundesverband Geriatrie geht zuversichtlich davon aus, dass die Klarstellungen des DIMDI zu einer schnellen Entschärfung der angespannten Situation zwischen Krankenhäusern und Krankenkassen führen wird.

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