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Durch die Corona-Krise haben Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen Einnahmeausfälle zu verzeichnen, da viele Betten aktuell nicht so belegt werden, wie es vor der Corona-Pandemie geplant war. Viele Einrichtungen müssen daher immense finanzielle Verluste verkraften. Die Leistungserbringerverbände haben sich fristgerecht mit dem GKV-Spitzenverband auf Ausgleichszahlungen geeinigt.

Die Erlöse brechen weg, aber die Kosten laufen weiter. Denn bislang sieht das Rettungspaket der Bundesregierung keine finanziellen Hilfen für den Bereich der medizinischen Rehabilitation vor. Diesen Einrichtungen droht binnen kürzester Zeit das Aus. Daher muss die Liquidität dieser Rehabilitationskliniken umgehend gesichert werden.

Der Bundesverband Geriatrie e.V. unterstützt die Forderung der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) nach einem finanziellen Schutzschirm für die Kliniken. Die Zahl von Corona-Infizierten steigt. Insbesondere geriatrische Patienten sind als Hochrisikogruppe zu sehen. Geriatriespezifische Fachabteilungen und Fachkrankenhäuser sowie geriatriespezifische Rehabilitationseinrichtungen sind bei steigenden Corona-Fallzahlen ein unverzichtbarer Teil der Versorgungskette und müssen deshalb wirtschaftlich handlungsfähig bleiben.

Für das gesamte Gesundheitswesen steht die akute Bewältigung der Corona-Krise im Mittelpunkt. Somit ist es richtig, dass alle Beteiligten der Akutversorgung die maximale Unterstützung erhalten und die Kliniken Sicherheit bekommen, die Krise auch finanziell bewältigen zu können.

Das Bundeskabinett hat am 12. Februar 2020 den Gesetzentwurf eines "Gesetzes zur Stärkung von intensivpflegerischer Versorgung und medizinischer Rehabilitation in der gesetzlichen Krankenversicherung" (Intensivpflege- und Rehabilitationsstärkungsgesetz, GKV-IPReG) beschlossen. Die geriatriespezifische Rehabilitation wird vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung angemessen gestärkt.