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Der Bundesverband Geriatrie e.V. unterstützt die Forderung der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) nach einem finanziellen Schutzschirm für die Kliniken. Die Zahl von Corona-Infizierten steigt. Insbesondere geriatrische Patienten sind als Hochrisikogruppe zu sehen. Geriatriespezifische Fachabteilungen und Fachkrankenhäuser sowie geriatriespezifische Rehabilitationseinrichtungen sind bei steigenden Corona-Fallzahlen ein unverzichtbarer Teil der Versorgungskette und müssen deshalb wirtschaftlich handlungsfähig bleiben.

Für das gesamte Gesundheitswesen steht die akute Bewältigung der Corona-Krise im Mittelpunkt. Somit ist es richtig, dass alle Beteiligten der Akutversorgung die maximale Unterstützung erhalten und die Kliniken Sicherheit bekommen, die Krise auch finanziell bewältigen zu können.

Das Bundeskabinett hat am 12. Februar 2020 den Gesetzentwurf eines "Gesetzes zur Stärkung von intensivpflegerischer Versorgung und medizinischer Rehabilitation in der gesetzlichen Krankenversicherung" (Intensivpflege- und Rehabilitationsstärkungsgesetz, GKV-IPReG) beschlossen. Die geriatriespezifische Rehabilitation wird vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung angemessen gestärkt.

Der Bundesverband Geriatrie e.V. (BV Geriatrie) begrüßt den am 13. August 2019 bekannt gewordenen Referentenentwurf eines Gesetzes zur Stärkung der Rehabilitation und intensivpflegerischen Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung (Reha- und Intensivpflege-Stärkungsgesetz – RISG).  Zugang sowie Verfahren zu einer geriatrischen Rehabilitation sollen erleichtert und beschleunigt werden.

Viel Aufsehen erhält derzeit eine Studie im Auftrag der Bertelsmann Stiftung zur Krankenhausversorgung. Die Studie kommt zu dem Schluss, die Krankenhaus-Landschaft neu zu strukturieren. Der Bundesverband Geriatrie e.V. (BV Geriatrie) macht deutlich, dass für geriatrische Patienten auch zukünftig Versorgungsstrukturen bestehen müssen, die auf diese Patientengruppe fachspezifisch ausgerichtet sind.

Diese Strukturen müssen die besonderen Versorgungsbedarfe der betagten beziehungsweise hochbetagten Patienten im medizinisch-therapeutischen sowie pflegerischen Bereich erfüllen und wohnortnah zur Verfügung stehen. Dies stellt besondere strukturelle Anforderungen an die jeweiligen Krankenhäuser, sodass nicht jede Klinik für eine geriatriespezifische Versorgung geeignet ist.