Das Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung erkannte Anfang der 1990er Jahre die Notwendigkeit einer altersgerechten medizinischen Versorgung von betagten und hochbetagten Patienten. So gründete sich auf Initiative des Bundesministeriums 1993 die „Bundesarbeitsgemeinschaft der geriatrischen Rehabilitationseinrichtungen e. V.“ – zunächst mit 19 Mitgliedern. Neben der Entwicklung konzeptioneller Grundlagen und einheitlicher Qualitätskriterien für die geriatrische Versorgung stand anfangs insbesondere der bedarfsgerechte Auf- und Ausbau geriatrischer Versorgungsstrukturen im Mittelpunkt.

1997 erfolgte eine Namensänderung zu „Bundesarbeitsgemeinschaft der Klinisch-Geriatrischen Einrichtungen e. V.“ Hintergrund hierfür war damals unter anderem, die beiden zentralen Zweige der geriatrischen Versorgungslandschaft – Geriatrien an Krankenhäusern und in Rehabilitationseinrichtungen – in der Verbandsarbeit wie auch in der Außendarstellung stärker integrieren zu wollen.

Nach dem weiteren Ausbau der Verbandsstrukturen beschloss die Mitgliedersammlung im Jahre 2008 eine Umbenennung in „Bundesverband Geriatrie“. Damit trugen die Mitglieder der steigenden Mitgliederzahl und insbesondere dem damit ständig wachsenden Aufgabenkanon des Verbandes, aber auch den Anforderungen an die öffentliche Wahrnehmung und die Positionierung eines Spitzenverbandes im deutschen Gesundheitswesen Rechnung.

Im Rahmen der Jubiläumsfeier zum 20-jährigen Bestehen des Verbandes hob der Gesundheitsminister die wachsende Bedeutung der Geriatrie und den damit notwendigen Ausbau der fachspezifischen Versorgungsstrukturen hervor. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung gilt diese Herausforderung auch heute noch uneingeschränkt für den Verband und seine Mitglieder.