Der Bundesverband Geriatrie e.V. (BVG) fordert, die Pflegepersonaluntergrenzen in der sich abzeichnenden Form nicht zu vereinbaren, denn diese zielen lediglich darauf ab, Pflegefehler zu vermeiden. Sie führen nicht zu einer Verbesserung der Situation in der Pflege. Aus Sicht des BVG stellt die Einführung eines Instruments zur Personalbedarfsermittlung eine sinnvolle Alternative dar.

„Pflegepersonaluntergrenzen in dieser Form sind nicht geeignet, die Ausstattung mit Pflegepersonal zu verbessern und verfehlen somit das Ziel der Bundesregierung, Patientensicherheit in den Krankenhäusern zu gewährleisten“, sagte Ansgar Veer, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Geriatrie e.V., anlässlich des vorgestellten Modells von GKV-Spitzenverband und der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG).

Der 1. Senat des Bundessozialgerichts (BSG) hat in seiner Entscheidung vom 19.12.2017 unter anderem Anforderungen an die gesamte Durchführung der Teambesprechung sowie deren Dokumentation im Rahmen der Geriatrischen frührehabilitativen Komplexbehandlung nach OPS 8-550 formuliert. Zudem wurde entschieden, dass die Krankenkassen Recht auf Einsichtnahme in die Behandlungsunterlagen des Patienten während eines Rechtsstreits haben.

In Übereinstimmung mit dem Wortlaut des OPS 8-550 fordert das BSG die Beteiligung aller Berufsgruppen an der Teambesprechung. Die vom BSG neu definierten überbordenden Dokumentationsanforderungen haben erhebliche Auswirkungen auf die Abrechenbarkeit der in den Einrichtungen durchgeführten geriatrischen frührehabilitativen Komplexbehandlungen.

Mit einem Festakt beging der Bundesverband Geriatrie e.V. (BVG) am Dienstag, den 12. Juni 2018, sein 25-jähriges Jubiläum. Viele Gäste aus ganz Deutschland folgten der Einladung des Verbandes und erlebten einen Abend, der ganz im Zeichen der fachgerechten altersmedizinischen Versorgung stand.

Gemeinsam mit Mitgliedern sowie Gästen aus Politik und Verbänden feierte der Verband im einzigartigen Ambiente des Spreespeichers in Berlin. Ansgar Veer, Vorstandvorsitzender des Bundesverbandes Geriatrie, freute sich gleich zwei Staatsekretäre aus dem Bundesministerium für Gesundheit begrüßen zu dürfen. So kamen Sabine Weiss, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Gesundheit sowie Andreas Westerfellhaus, Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung, als auch Abgeordnete des Deutschen Bundestages zur Festveranstaltung. „25 Jahre Bundesverband Geriatrie sind für uns ein wichtiger Meilenstein, zugleich aber auch Ansporn und ein Versprechen, weiter daran zu arbeiten, eine flächendeckende, fachgerechte altersmedizinische Versorgung sicherzustellen“, sagte Veer in seiner Begrüßungsrede.

Zum 13. Mal haben am 3. und 4. Mai 2018 die Abschlussprüfungen für die „ZERCUR GERIATRIE Fachweiterbildung Pflege“ stattgefunden. Von insgesamt 37 Teilnehmern des bundesweiten Lehrgangs haben 31 Teilnehmer die Prüfungen zur „ZERCUR Pflegefachkraft Geriatrie“ absolviert.

Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung werden geriatriespezifisches Fachwissen sowie Fortbildungsangebote immer wichtiger. Die vom Bundesverband Geriatrie gemeinsam mit dem Evangelischen Diakonieverein Berlin-Zehlendorf entwickelte „ZERCUR GERIATRIE Fachweiterbildung Pflege“ hat sich als Fortbildung etabliert und wird von der Zielgruppe der Pflegenden sehr gut angenommen.

Im Jahr 2018 feiert der Bundesverband Geriatrie (BVG) sein 25. Gründungsjubiläum und blickt auf eine bewegte Geschichte zurück, in denen sich der bundesweit tätige Spitzenverband kontinuierlich für die qualitativ hochwertige Versorgung geriatrischer Patienten eingesetzt hat. Im vergangenen Vierteljahrhundert hat der BVG viel bewirkt und sich zur größten Verbandsvertretung ambulanter und stationärer geriatrischer Einrichtungen in Deutschland entwickelt. Eine Festveranstaltung im Juni bildet das Highlight im Jubiläumsjahr.

Unter dem Namen „Bundesarbeitsgemeinschaft der geriatrischen Rehabilitationseinrichtungen e.V.“ wurde auf Initiative des Bundesministeriums für Arbeit und Sozialordnung der BVG von zunächst 19 Mitgliedseinrichtungen gegründet. 1997 wurde der Verein in „Bundesarbeitsgemeinschaft der Klinisch-Geriatrischen Einrichtungen“ umbenannt, um der engen Verzahnung zwischen Akutgeriatrie und geriatrischer Rehabilitation gerecht zu werden. Durch diesen Zusammenschluss der Klinikträger wurden spezifische Versorgungsstrukturen gezielt gefördert. Heute zählt der BVG rund 370 Mitgliedseinrichtungen mit weiter stark steigender Tendenz.