Die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) haben heute auf einer Pressekonferenz in Berlin die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Studie „Prävention, Therapie und Rehabilitation osteoporotischer Frakturen in benachteiligten Populationen (PROFinD) vorgestellt. Der Bundesverband Geriatrie e.V. (BV Geriatrie) begrüßt die Forderung nach einer engeren Zusammenarbeit beider medizinischen Fachabteilungen.

Die Ergebnisse zeigen, dass eine eng verzahnte und gut strukturierte Zusammenarbeit von Geriatrie (Altersmedizin) und Unfallchirurgie die Überlebensrate bei Oberschenkelhalsbruch betagter und hochbetagter Unfallpatienten enorm verbessert.

Der Oberschenkelhalsbruch ist eine der am häufigsten im Krankenhaus behandelten Frakturen. Die Sterblichkeit nach einer solchen Fraktur ist erheblich, viele Patienten verlieren ihre Selbstständigkeit und müssen in Pflegeeinrichtungen betreut werden. Solche Komplikationen sind reduzier- beziehungsweise vermeidbar, wenn geriatrische Patienten fachgerecht behandelt werden.

Bereits im Weißbuch Geriatrie hat der BV Geriatrie im Jahr 2010 die Dringlichkeit einer stärkeren Vernetzung der Versorgungssysteme beschrieben. Zur Umsetzung dieser qualitativen Versorgungsstrukturen bilden geriatrische Fachabteilungen im Rahmen eines Zertifizierungsverfahrens mit entsprechenden Unfallchirurgien ein Alterstraumatologisches Zentrum (atz®– Alterstraumatologisches Zentrum).

Als Trägerverband sieht sich der BV Geriatrie gut aufgestellt: „Insgesamt stehen in Deutschland 406 geriatrische Einrichtungen für die Akutversorgung zur Verfügung“, sagte Dirk van den Heuvel, Geschäftsführer des BV Geriatrie.

Für eine enge Zusammenarbeit zwischen geriatrischer und unfallchirurgischer Fachabteilung wird sich der BV Geriatrie auch weiterhin einsetzen. Deshalb unterstützt der Verband die Initiative die Fachabteilungen über ein atz® – Alterstraumatologisches Zentrum zu verzahnen.

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