Der Bundesverband ist neben den geriatrischen Fachgesellschaften Herausgeber des Qualitätssiegels Geriatrie. Dieses Qualitätsmanagementverfahren wurde speziell für geriatrische Einrichtungen entwickelt und bildet durch Vorgabe geriatriespezifischer Kriterien Versorgungsstrukturen in der Geriatrie ab.

Mit aktuell 97 Zertifikatsvergaben und 13 akkreditierten Zertifizierungsgesellschaften kann von einem etablierten Verfahren gesprochen werden. Im Jahr 2005 zum ersten Mal herausgegeben, wurde es 2010 einer erweiterten Überarbeitung unterzogen, in dessen Ergebnis eine Zertifikatsfamilie mit drei Versionen entstand.

Zahlreiche Gründe führten zu der Entscheidung, das Qualitätssiegel weiterzuentwickeln. Beispielsweise wurde im Rehabereich das QS-Reha-Verfahren® der GKV für die Geriatrie eingeführt. Im Herbst dieses Jahres soll die Überarbeitung der DIN EN ISO 9001 veröffentlicht werden, die im Zertifizierungsverfahren des Qualitätssiegels Geriatrie beinhaltet ist. Und nicht zuletzt zeichnen sich politische Entwicklungen ab - konkret die stärkere Verknüpfung von Qualität und Finanzierung -, die für eine Weiterentwicklung des Qualitätssiegels sprechen.

In den kommenden Monaten wird der Bundesverband unter Beteiligung der medizinischen Fachgesellschaften das Qualitätssiegel Geriatrie überarbeiten und zukunftsfähig ausgestalten. Mit dem Qualitätssiegel Geriatrie sollen Standards für qualitativ hohe Versorgungsstrukturen in der Geriatrie vorgegeben werden. Einrichtungen bekommen mit der Zertifizierung des Qualitätssiegels Geriatrie die Möglichkeit, den hohen Qualitätsstandard ihrer geriatrischen Einrichtung darzustellen. Das weiterentwickelte Verfahren soll voraussichtlich im ersten Halbjahr 2016 zur Anwendung bereit stehen.